Monster

Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, dass dich unsagbare Monster quälten. Sie zogen ihre Spuren schon durchs ganze Land und niemand konnte sie stoppen. Einige Mutige, widerstanden ihrem Einfluss. Ihnen gelang es ihr eigenes Leben zu retten. Doch die Monster suchten sich immer neue Opfer und kamen schließlich zu dir.

Bärenstark, weise und mutig warst du mein Held. Die Welt war dein und die Zukunft hatte begonnen. Du hattest klare Ziele im Kopf und dein Tagewerk vor dir, als sie schleichend in dein Leben traten. Sie peinigten dich nicht körperlich, fügten dir keine blutenden Wunden zu, hinterließen keine auffällige Narben und doch waren sie da. Und sie wurden mehr. Ich konnte sie spüren.

Zuerst kam der Zweifel, der in einsamen Stunden mit dir sprach, dem du mehr und mehr dein Vertrauen gabst. Er erzählte dir, davon wie andere lebten und liebten, welche Pläne sie hatten und was sie von dir hielten.  Er umgarnte dich. Und auch wenn du ihm misstrautest, öffnetest du ihm Nacht für Nacht die Tür zu deinem Gemach, während dich tagsüber die Müdigkeit in ihren kalten bleichen Armen hielt.

Egal wie ich mich mühte den Zweifel zu zerstreuen und dich in sanfte Kissen zu betten, sollte ich keinen Erfolg haben, beide von dir zu vertreiben. Unentwegt flüsterte und plapperte der Zweifel auf dich ein und die Müdigkeit nutzte die Früchte seines Erfolges. Sie wurden deine ständigen Begleiter. In meiner Wut nahm ich mir vor, gegen sie zu kämpfen. Ich schrie und tobte. Ich weinte und flehte. Ich bettelte, doch nichts half. Nachts kam nun mit dem Zweifel die Angst. Gemeinsam machtet ihr euch Sorgen um Verpasstes, Unausgesprochenes, Unverwirklichtes. Manisch von Zweifel, Angst und Sorgen getrieben, folgte am Morgen der Rausch, der dich umhüllte und dir für kurze Zeit Freude schenkte.

Ich gab den Kampf jedoch nicht auf. Warum wolltest du nicht mit mir darüber reden? Ich wusste, dass man mit diesen Monstern nicht alleine bleiben durfte, um sie zu besiegen.

Ich sprach dich darauf an. Doch Trotz und Sorge ließen dich nicht aus ihren Fängen. Deine Monster hatten dein Leben bereits in ihren Händen. Jede falsche Handlung hätte ihr fragiles Kunstwerk der Illusionen und Lügen mit dir in den Abgrund gerissen. Doch zusammen mit ihnen lebtest du einen Traum. Getrieben von Angst und Zweifel bautest du mit an ihrem Kunstwerk, erschufst dir ein neues Universum. Es wurde Licht. Eine neue Zukunft sollte beginnen. Eure Ideale nahmen Gestalt an und bevölkerten die Welt zu Wasser, zu Land und in der Luft.

Nachdem du dich schließlich nach tagelanger Arbeit scheinbar zufrieden zurücklehntest und deine Schöpfung würdigtest,…

…begann der Zweifel an mir zu nagen…

Er brachte seine Freunde mit …

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute

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