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Ein Weilchen kennt ihr mich ja schon und einen kleinen Einblick in meine Beziehung zu T. habt ihr auch. 
Nach dem ich einige meiner Lebensgeschichten veröffentlicht habe, bin ich umgeschwenkt auf die Fiktion.  Es tut weniger weh, die Wahrheit in einer Lüge zu verstecken.
Doch das bringt mich nicht weiter.
Also kommen wir zurück zur Realität.
Ich bin 35, unterrichte als Lehrerin und als Dozentin an der Universität.  Ich habe einen 7jährigen Sohn, der nur alle 14 Tage bei mir ist.
Die Scheidung von meinem Exmann läuft seit Monaten, nachdem wir uns durch die Trennungsfrist gekämpft haben. Ständig flattern neue Formulare ins Haus.  Ein Grund nicht nochmal zu heiraten. 
Etwas was mit Sicherheit sowieso nicht mehr passieren wird,  da ich seit etwa 3 1/2 Jahren in einer immer aussichtsloser aussehenden Fernbeziehung lebe.
Ich liebe T. Ich wünsche mir nichts mehr als Normalität mit ihm. Doch so sehr ich kämpfe und je mehr ich opfere,  desto aussichtsloser wird es.
Ich müsse das verstehen,  die Kinder haben Schwierigkeiten in der Schule,  sie sind in der Pubertät oder familiäre Termine mit Eltern oder Geschwister, zu denen ich nicht eingeladen bin, gehen vor.
Sind wichtiger als Zeit mit mir.
Ich verstehe das.  Ich verstehe das sehr gut, weil ich wirklich denke,  das T. vieles vernachlässigt hat,  was ihm erst jetzt bewusst wird.

Ich biete ihm Auszeiten an. 
Doch in diesem Moment fängt er an zu klammern,  hat Liebeskummer und vernachlässigt den Rest der Familie, um mich nicht zu verlieren. Er macht Versprechen,  die er so nicht halten kann und wird.

Bestes Beispiel,  seine Tochter.
Sie droht, von Sek A in Sek B abzurutschen.  Daher wird täglich gelernt bis zum Umfallen.  Alle die im Umfeld sind,  bekommen die negativen Auswirkungen des Lernarrestes zu spüren,  da sie,  wenn sie nicht auf T. verzichten wollen,  zum Arrest mitverurteilt sind.  T. als Aufseher und Abfrager kann die Wohnung schließlich nicht verlassen.

Ich habe ihm angeboten,  in der Zeit bis zu den Februarferien nicht zu telefonieren,  nicht zu skypen, weil er seine ganze Zeit für seine Tochter braucht,  doch von vielen Versprechen begleitet,  lehnte er vehement ab.
Seine Tochter müsse 20:00 im Bett sein und wir können sicher skypen.
Seit etwa 3 Wochen bekomme ich jeden Montag und Mittwoch dann Nachrichten,  die mich vertrösten und von einer leichten Verspätung sprechen.  Die leichte Verspätung beginnt bei 30min.

Alle Entscheidungen die er trifft, werden von seiner Familie dominiert.  Deshalb fährt er dieses Jahr auch wieder mit ihnen in den Urlaub.  T., Eltern,  Geschwister,  Kinder.  Ohne mich und meinen Sohn.  Das Versprechen auf einen gemeinsamen Sommerurlaub fällt damit ins Wasser.
“Es gibt ja noch andere Ferien.”

Und ich.  Ich fahre wieder als Singel in den Urlaub.
“Nach dem Urlaub können wir ja normal weiter machen.”

Ich hab die leise Ahnung,  dass ein Ende mit Schrecken besser ist,  als ein Schrecken ohne Ende.

Hoffnung habe ich nicht wirklich,  auch wenn T. sich seit Kurzem wieder intensiv bemüht.

Welche Perspektive habe ich mit einem Mann, der seine Entscheidungen nicht selbst trifft?

Wie geh ich damit um, dass ich sehe und fühle,  dass er mich liebt, dass er klammert,  aber nicht für die Liebe kämpfen kann?

Sprecht mit mir.  Teilt eure Erfahrungen mit mir.  Vielleicht wird es dann leichter.

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